Dr. med. Roland Brandmaier

 

 

 

 

  Der Winter kommt:

Vermeiden Sie Nahrungsmittel mit kaltem Temperaturverhalten (TCM)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

     

Im Sommer können wir kalte Nahrungsmittel gut vertragen, weil sie die Hitze bekämpfen.

Die typischen Sommerfrüchte kühlen den Organismus, die Wassermelone oder die Kiwi, auch die im Sommer so beliebten Tomaten, Salate, Gurken und der Joghurt.

Stellen wir diese Ernährungsweise im Winter nicht rechtzeitig um, können Symptome von Kältekrankheiten kommen - die Erkältungen. Auch allgemeines Frösteln oder Aversion gegen Kälte sowie Rückenprobleme.

Im Winter - und in der Umstellungsphase - sollen wir keine kalten Nahrungsmittel essen. Vielmehr soll die Nahrung aus neutralen und warmen Nahrungsmitteln gemäß der chinesischen Medizin bestehen.

Typische warme Nahrungsmittel sind:

Buchweizen, der soll schon die russische Armee in den Kämpfen gegen Napoleon warm gehalten haben, wie es ausging, haben wir in der Schule gelernt.

Warm sind auch Hafer und Grünkern.

Einiges kann auch mit tatsächlichem Erwärmen ausgeglichen werden; statt dem Müsli mit Joghurt ein gekochter Getreidebrei aus Hirse, Roggen, Mais, Dinkel und Reis (neutral).

Warme Gemüse sind Fenchelknollen, Porree, der Kürbis, der wird gerade zum Herbst reif und die Kürbissuppe ist sehr beliebt - warum denn wohl -, Schwarze Bohnen und Zwiebeln, wer sie verträgt.

Einige Früchte sind auch warm, wie Aprikose, Kirsche, Pfirsich, Himbeere und Trockenfrüchte.

Von den Milchprodukten haben eine wärmende Wirkung eher nur Butter, Schimmelkäse, Harzer oder Ziegenprodukte, während jedoch Milch, Sahne, Käse und Quark neutral sind.

Warm sind ebenso die in der Weihnachtszeit beliebten Nüsse (Haselnuss, Esskastanie, Walnuss, Pinienkern), die traditionelle europäische Ernährungsweise hatte das schon berücksichtigt.

Und für Genießer: Wildfleisch und Rotwein (Vorsicht Histamingehalt !)

Der Sensationshit für die Erwärmung des Körpers, gerade bei beginnender Grippe, stärkt das Qi: Hühnersuppe, vorwiegend selbst gekocht: ein ganzes Suppenhuhn in viel Wasser mit Wurzelgemüsen und Suppengrün lange kochen, dann die Suppe mit ausgebeintem Fleisch und Suppennudeln servieren, darüber eine Garnitur aus fein gehacktem Ingwer (heiß), Petersilie (warm) und Karotten (neutral, wegen der Farbe) - Aaah !

Im Winter nun aber Vorsicht vor den kalten Nahrungsmitteln:

Tomaten, grüner Salat, Chicoree, Radicchio, Banane, Grüner Tee, die sollten tabu sein und vom Speisezettel gestrichen werden.

Kühle Nahrungsmittel sind auch nur in Maßen zu genießen:

der beliebte Joghurt, Dickmilch, Sauermilch, Schweinefleisch, Apfel, Birne, Grapefruit, Zitrone, Orange, Mandarine. Essen wir das nicht massenweise gerade im Winter, wegen des Vitamin-C-Gehalts ?

Fruchtsäfte, Pfefferminztee, schwarzer Tee (seltsam, die kühlen den Körper, obwohl sie heiß sind)

Als Wärmebombe und zur Rettung, aber beileibe nicht immer, dienen dann die heißen Nahrungsmittel:

Knoblauch, Lamm, Forelle, Zimt, Ingwer getrocknet und frisch, Chili, Curry, auch der Schlager des Weihnachtsmarktes, der Glühwein, ist ein in jeder Hinsicht heißes Getränk, wie sollte man es auf dem Weihnachtsmarkt sonst auch aushalten ?!

In diesem Sinne eine schöne Winterzeit !

   
           
           

 

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